Kachelofen Heizeinsatz Ortrand Austauschgeräte

FAQ über Kachelofen Heizeinsätze

FAQ: Alles Wissenswerte rund um den Tausch Ihres Kachelofen-Heizeinsatzes

 

  1. Warum ist der Austausch meines Heizeinsatzes gesetzlich vorgeschrieben?

In erster Linie basiert diese Verpflichtung auf der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV), genauer gesagt auf deren zweiter Stufe. Da ältere Heizeinsätze oft sehr hohe Mengen an Feinstaub und Kohlenmonoxid ausstoßen, hat der Gesetzgeber strenge Grenzwerte festgelegt, um die Luftqualität zu verbessern. Infolgedessen müssen alle Geräte, die diese Werte nicht einhalten und zwischen 1995 und März 2010 errichtet wurden, bis Ende 2024 nachgerüstet oder ersetzt werden. Zusätzlich bietet Ihnen ein moderner Einsatz den Vorteil einer wesentlich effizienteren Verbrennung, wodurch Sie langfristig Brennstoffkosten einsparen und die Umwelt schonen.

  1. Wie finde ich heraus, ob mein Heizeinsatz spezifisch betroffen ist?

Um dies zu klären, sollten Sie zunächst das Typenschild Ihres Gerätes suchen, welches sich meistens im Bereich des Aschekastens oder am inneren Rahmen befindet. Sobald Sie Hersteller und Modellnummer identifiziert haben, können Sie diese Daten in der offiziellen HKI-Datenbank online abgleichen. Falls kein Typenschild mehr vorhanden ist, kann alternativ eine Messung durch den Schornsteinfeger Klarheit schaffen. Dennoch ist in vielen Fällen das Alter des Ofens bereits ein eindeutiger Indikator dafür, dass die Betriebserlaubnis bald erlischt.

  1. Welche technischen Maße sind für die Auswahl eines neuen Modells entscheidend?

Damit der neue Heizeinsatz ohne aufwendige Stemmarbeiten in Ihren Kachelofen passt, müssen Sie äußerst präzise messen. Hierbei sind drei Maße von zentraler Bedeutung: Erstens die Breite und Höhe der Frontplatte, zweitens die lichte Breite, Höhe und Tiefe des Einbauraums (Korpusmaße) und drittens der Durchmesser sowie die Position des Abgasstutzens. Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob Ihr Schornsteinanschluss senkrecht nach oben oder waagerecht nach hinten verläuft. Glücklicherweise bieten renommierte Hersteller spezielle Austauschserien an, die exakt auf die Maße alter Standardmodelle zugeschnitten sind.

  1. Kann ich den Austausch in Eigenregie durchführen?

Obwohl handwerklich versierte Personen viele Arbeiten selbst erledigen könnten, ist beim Heizeinsatz-Tausch dringend zur Vorsicht zu raten. Einerseits müssen brandschutztechnische Abstände strikt eingehalten werden, andererseits erfordert der Anschluss an den Schornstein absolute Dichtigkeit, um Kohlenmonoxidvergiftungen zu vermeiden. Des Weiteren verlangt das Gesetz eine offizielle Abnahme durch den Bezirksschornsteinfegermeister, bevor der Ofen wieder befeuert werden darf. Infolgedessen ist die Beauftragung eines Fachbetriebs nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch eine formale Notwendigkeit für den Versicherungsschutz.

  1. Was ist der Unterschied zwischen einem Heizeinsatz und einer Kaminkassette?

Häufig werden diese Begriffe verwechselt, jedoch beschreiben sie unterschiedliche Systeme. Ein Heizeinsatz wird speziell für Kachelöfen mit Warmluftführung oder keramischen Zügen verwendet. Dagegen dient eine Kaminkassette dazu, einen offenen Kamin nachzurüsten, um dessen Effizienz zu steigern. Während der Heizeinsatz das gesamte „Innenleben“ des Kachelofens ersetzt, wird die Kassette lediglich in die bestehende Öffnung eines offenen Kamins eingeschoben. Somit ist es entscheidend, das richtige System für die jeweilige Ofenart zu wählen.

  1. Sollte ich im Zuge des Austausches auch die Nachheizschaltfläche erneuern?

Diese Frage stellt sich oft, da das Nachheizregister (die metallenen oder keramischen Züge hinter dem Einsatz) meist das gleiche Alter wie der Einsatz selbst hat. Obwohl es technisch möglich ist, nur den Einsatz zu tauschen, empfiehlt sich dennoch oft ein Komplettset. Da moderne Heizeinsätze höhere Verbrennungstemperaturen erreichen, könnte ein altes, marodes Register schließlich zum Schwachpunkt werden. Zudem sorgt ein perfekt abgestimmtes System aus Einsatz und Nachheizkasten für eine optimale Wärmeausnutzung, was den Wirkungsgrad Ihres Ofens maximiert.

  1. Mit welchen Kosten muss ich beim Wechsel des Heizeinsatzes rechnen?

Grundsätzlich variieren die Kosten je nach Hersteller und technischem Aufwand. Während einfache Austauschmodelle bereits ab etwa 2.000 Euro erhältlich sind, können hochwertige Markengeräte inklusive Montage und neuem Nachheizkasten zwischen 3.000 und 5.000 Euro kosten. Zusätzlich sollten Sie Gebühren für die Abnahme durch den Schornsteinfeger einplanen. Trotz der hohen Anfangsinvestition amortisieren sich diese Kosten jedoch über die Jahre durch den deutlich geringeren Holzverbrauch und die Vermeidung von Bußgeldern.

Fragen zu den Ortrand Heizeinsätzen nehmen wir gern entgegen unter:

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